Fragen & Antworten

Ich möchte Gemüse aus solidarischer Landwirtschaft beziehen. Was muss ich machen?

Dazu nimmst du an der nächsten Bieterunde teil. Diese findet in der Regel jedes Jahr im November statt. Dort geben alle Interessierten anonym an, wieviel sie persönlich bereit sind, für ihren Anteil zu zahlen. Geboten wird so lange, bis das erforderliche Gesamtbudget für die kommende Saison erreicht ist. Du wirst dann Mitglied im Verein Erntegemeinschaft Solawi Köln, überweist den von dir gebotenen Mitgliedsbeitrag und bekommst dafür deinen Anteil an der wöchentlichen Gemüseernte in die nächstgelegene Ausgabestelle zur Selbstabholung geliefert.

Kann ich noch einen Anteil für das laufende Jahr bekommen, auch wenn die Bieterunde schon gewesen ist?

Wenn du die Bieterunde verpasst haben solltest, kannst du dich auf die Warteliste setzen lassen. Es werden immer mal wieder Anteile während der Saison frei werden, zum Beispiel wenn Teilhaber*innen in eine andere Stadt ziehen. In so einem Fall rücken Personen von der Warteliste dann nach. Um dich eintragen zu lassen, nimm einfach Kontakt mit uns auf.

Wie kann man euch kennenlernen?

Während der Anbausaison veranstalten wir regelmäßig Aktionstage auf unserem Feld. Falls du uns da kennenlernen möchtest, so sage uns vorher bitte Bescheid. Ansonsten sind wir auch thematisch passenden Veranstaltungen anzutreffen, die du auf der Seite Termine einsehen kannst.

Wie viel Gemüse bekomme ich bei einem Anteil?

Teilhaber*innen haben die Wahl zwischen vollen und kleinen Anteilen. Ein voller Anteil ist für eine Familie oder WG ausgelegt. Ein kleiner Anteil entspricht in etwa der halben Menge, kann dabei aber auch manchmal anderes Gemüse enthalten – je nachdem, wie es die Ernte eben erlaubt. Es gibt wöchentliche Lieferungen von Ende April bis Mitte Februar, im Sommer ist deine Gemüsemengen reichhaltiger als im Winter.

Ist das Gemüse bio?

Unser Gemüse besitzt zwar kein offizielles Bio-Siegel da wir uns als Verein bewusst gegen ein solches entschieden haben. Innerhalb unser Gemeinschaft sind die Produktionsprozesse ohnehin so transparent gestaltet, dass eine Zertifizierung keinen Mehrwert darstellt und nur unnötige Kosten verursachen würde.

Dennoch hat unser Gemüse Bio-Garantie. Wir kaufen Bio-Saatgut, welches auf einer Demeter-zertifizierten Fläche angebaut wird, wo wir uns konsequent an die entsprechenden Vorgaben halten. Wir wollen mit unseren Anbaumethoden ökologisch wertvolle Flächen schützen und Habitate ermöglichen. Wir pflanzen Mischkulturen an, wobei wir nach Möglichkeit Sorten nach Standortanpassung und Geschmack auswählen, anstatt nach Leistung und Marktförmigkeit.

Wo und wann kann ich das Gemüse abholen?

Zurzeit gibt es 7 Ausgabestellen: in der Südstadt, Ehrenfeld, Nippes, Sülz (2x), Mülheim und in Stommeln. Gerne nehmen wir Vorschläge für weitere Ausgabestellen an, je nachdem, woher die Teilhabenden kommen.

Regelmäßiger Liefertag ist der Mittwoch. Das Gemüse ist i.d.R. ab frühem Nachmittag bis mindestens 19 Uhr abholbereit. Die genauen Zeiten sind abhängig davon, wann das sortierte Gemüse den Hof verlässt und die jeweiligen Ausgabestellen erreicht. Darüber informiert das Kommissionierungs-Team am Abholtag per Mail.

Was muss ich bei der Abholung beachten?

Das Gemüse wird in Kisten angeliefert und ist noch nicht in die Anteile aufgeteilt. Das erledigst du bei der Abholung selbst. Dazu steht immer ein Waage bereit, sowie ein Zettel, auf dem die Stück- oder Mengenangaben der einzelnen Gemüsesorten notiert sind. Um Müll zu vermeiden, ist das Gemüse natürlich nicht verpackt. Denk also dran, selber Beutel, Frischenetze, o.ä. mitzubringen.

Je nach Ausgabestelle kann es gegebenenfalls sinnvoll sein, dass jemand während der Ausgabe anwesend ist (z.B. zur Kontrolle der Anlieferung) oder den Abbau und das Saubermachen übernimmt. Diese Aufgaben organisieren und erledigen die Mitglieder selbstständig. Für weitere Fragen zur Abholung hat jede Ausgabestelle eigene Ansprechpartner*innen, die mit dem Orga-Team in Verbindung stehen.

Was mache ich, wenn ich meinen Anteil mal nicht abholen kann?

Schaffst du es nicht, deinen Anteil abzuholen, so bemüh dich bitte selbstständig darum, dass jemand aus deinem Bekanntenkreis es übernimmt. Sollte dir dies nicht gelingen, so kannst du über den Mailverteiler deiner Ausgabestelle darüber informieren und deinen Anteil quasi zu Mitnahme für die Anderen freigeben.

Muss ich mithelfen?

Unsere Erntegemeinschaft ist kein Abokiste-Lieferant. Ohne Mitarbeit auf dem Feld, in der Ausgabestelle oder für andere Vereinsangelegenheiten geht es selbstverständlich nicht. Jedes Mitglied sollte über das Jahr etwa sechs Einsätze leisten, ob auf dem Feld oder in anderen Bereichen. Eine Obergrenze ist dem Engagement natürlich nicht gesetzt. Wichtig ist uns, dass es stets die Möglichkeit gibt, mitzugestalten oder selbst etwas auf die Beine zu stellen. Und ganz ehrlich: die Mitarbeit auf dem Feld ist zum Beispiel unglaublich bereichernd. Hier hat man die einmalige Chance, viel über den Anbau des eigenen Gemüses zu lernen und eine neue Wertschätzung für diese tollen Lebensmittel zu erlangen.

Kann ich meinen Beitrag auch bar bezahlen?

Nein, unser Verein führt keine Barkasse. Wir haben ein Konto bei der GLS-Bank, einem ökologischen Finanzinstitut, auf das die Beiträge (z.B. als monatlicher Dauerauftrag) eingezahlt werden können.

Muss ich eine Investitionseinlage tätigen, um bei euch mitmachen zu können?

Nein. Zu deinem in der Bieterunde festgelegten Beitrag kommen keine weiteren Kosten hinzu.

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